Rezension / Abbruch: Abir Mukherjee, Ein angesehener Mann

Kalkutta, 1919: Bei tropischer Hitze und inmitten bröckelnder Kolonialbauten muss Ermittler Sam Wyndham einen mysteriösen Mordfall klären. Dabei führt in die Spur direkt in die opiumgetränkte Unterwelt Kalkuttas … So weit, so spannend. Angefixt vom Klappentext und getrieben von meiner Neugierde für Indien und die 20er Jahre, sowie meiner Vorliebe für Scotland-Yard-Stories, habe ich vor eiiiiniger Zeit (wirklich) nach diesem Buch gegriffen. So richtig durchgehalten habe ich dann aber leider nicht.

Was ist es, das mich störte? Weshalb habe ich das Buch immer wieder beiseite gelegt und irgendwann leider einfach vergessen? Vielleicht die Perspektive dieses Ermittlers, vielleicht sein Blick auf seine Umwelt, auf die Frauen in diesem Fall. Vielleicht die Sprache, das unterschwellig Schmierige in den Dialogen. Der eigentliche Charme, den der Erzählstil womöglich für andere hat, konnte bei mir nicht zünden.

Vielleicht nehme ich das Buch mit in die Heimat, lasse es im Regal meiner Eltern eine Weile ruhen. Und vielleicht kommt doch irgendwann nochmal der Zeitpunkt, in dem ich Lust auf diese Welt, diesen Fall und seine Figuren habe. Oder eben auch nicht.

Abir Mukherjee – Ein angesehener Mann
Übersetzt aus dem Englischen von Jens Plassmann
HEYNE,
Taschenbuch, 512 Seiten

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