Rezension: Jennifer Clement – Gun Love

"Meine Mutter war eine Tasse Zucker. Man konnte sie jederzeit ausleihen. Meine Mutter war so süß, ihre Hände klebten immer wie nach einem Kindergeburtstag." Ihr Atem roch nach den fünf Geschmacksrichtungen der Life-Saver-Bonbons." Pearl wächst mit ihrer Mutter in einem Trailerpark in Florida auf. Doch nicht im Wohnwagen, sondern in einem Auto. Ihr Besitz passt … Rezension: Jennifer Clement – Gun Love weiterlesen

Rezension: Elena Ferrante – Lästige Liebe

"Meine Mutter ertrank in der Nacht des 23. Mai, an meinem Geburtstag, im Meer vor einem Ort namens Spaccavento, wenige Kilometer von Minturno entfernt." Delia hat keine besonders gute Beziehung zu ihrer Mutter. Sie geht ihr auf die Nerven, sie stört sich an der "Plauderhaftigkeit" und Lockerheit, bei Besuchen wird sie ungeduldig. Wie das halt … Rezension: Elena Ferrante – Lästige Liebe weiterlesen

Rezension: Fuminori Nakamura – Die Maske

"Es geht um deine Erziehung. Was nicht bedeutet, dass ich mir große Hoffnungen mache. Ich will ein Geschwür in diese Welt setzen. Unter meiner Obhut wirst du zu diesem Geschwür heranwachsen. Ein Stachel des Bösen sozusagen." Fumihiro Kuki ist elf, als sein grauenvoll grimmiger Vater ihm seine bevorstehende Zukunft offenbart. Denn er ist der Jüngste … Rezension: Fuminori Nakamura – Die Maske weiterlesen

Rezension: Jardine Libaire – Uns gehört die Nacht

Elise Perez ist halb Puerto-Ricanerin, völlig mittellos und verzweifelt und vor allem kurz davor, ihren Freund Jamey zu erschießen. So startet der Roman "Uns gehört die Nacht". Ziemlich guter Anfang, wenn ihr mich fragt. Denn alles, was danach kommt, fällt in die Kategorie des klassischen Rückblickes, bei dem sich der eifrige Leser konsequent fragt: "WANN … Rezension: Jardine Libaire – Uns gehört die Nacht weiterlesen

Rezension: Nana Ekvtimishvili – Das Birnenfeld

Was braucht es, um ein Zuhause zu sein? Diese Frage dürft ihr euch gerne vor, während und nach der Lektüre von Nana Ekvtimishvilis "Das Birnenfeld" stellen. Und vielleicht auch für euch beantworten. Eine georgische "Debilenschule" am Rande der Gesellschaft. Ein Ort voller überforderter LehrerInnen, SchülerInnen und Tage ohne Perspektive. Mittendrin: Lela. Lela ist achtzehn und eigentlich … Rezension: Nana Ekvtimishvili – Das Birnenfeld weiterlesen

Buchtipp: Pénelopé Bagieu – Unerschrocken 1 & 2

Ich muss direkt mal was klarstellen. Einige von euch wissen es ja schon - ich war ein Schisserkind. Während meine große Schwester wie eine Irre Wände hochgeklettert ist, hab' ich mich mit Büchern unter der Decke versteckt. Während sich alle waghalsig in die Affenschaukel auf dem Spielplatz legten, stand ich vorsichtig grinsend daneben. Ich hab' … Buchtipp: Pénelopé Bagieu – Unerschrocken 1 & 2 weiterlesen

Rezension: Maya Angelou – Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt

Maya Angelou - geboren 1928 in St. Louise, Tänzerin, die erste schwarze Straßenbahnschaffnerin San Franciscos, alleinerziehende Mutter, Schauspielerin, Journalistin, Bürgerrechtlerin, engste Vertraute von Martin Luther King und Malcolm X. Im Buch stehen vorne noch ein paar weitere Punkte und ich bin mir sicher, diese Frau war facettenreicher und beeindruckender als jedes Kaleidoskop. "Ich weiß, warum … Rezension: Maya Angelou – Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt weiterlesen

Rezension: Christian Dittloff – Das weiße Schloss

Heiraten und Kinder kriegen. In dieser Reihenfolge. Jahrelang war es für mich das Natürlichste der Welt, irgendwann eigene Kinder zu gebären. Und dann wirst du älter, lebst mit anderen Menschen zusammen und hörst dir andere Blickwinkel an. Und du liest Bücher wie "Das Weiße Schloss". Ein Buch mit einer Geschichte, die dich auf leisen Sohlen … Rezension: Christian Dittloff – Das weiße Schloss weiterlesen